Pfarrkirche St. Maria Wolfhagen

Pfarrkirche St. Maria Wolfhagen

Durch irische und angelsächsische Mönche kam das Christentum auch in das Wolfhager Land. Die geschichtlichen Quellen verlieren sich zwar im Dunkel der Zeit, doch können wir von einer kleinen christlichen Gemeinde ausgehen, die im 8. Jahrhundert im Wolfhager Land anzusiedeln ist.

 

Von einer Pfarrstelle und einer Taufkirche auf dem Schützeberg hören wir schon um das Jahr 900.

Die Bedeutung der Schützeberger Kirche sank durch die mitten in der Stadt Wolfhagen gelegene Kirche. Die Kirche wurde am 28. August 1235 durch Bischof Bernward von Paderborn geweiht und war bis zur Einführung der Reformation das Gotteshaus für die katholischen Christen in Wolfhagen.

 

Nach der Einführung der Reformation im Jahre 1526 im damaligen Hessen vergingen mehr als vier Jahrhunderte, ehe in Wolfhagen wieder katholischer Gottesdienst stattfinden konnte. Vor allem der Zustrom der Heimatvertriebenen aus den deutschen Ostgebieten veränderte nach dem zweiten Weltkrieg die kirchliche Situation in Wolfhagen und im Wolfhager Land.

Die entwurzelten Menschen waren vorwiegend katholisch, sie suchten und fanden in ihrer Kirche ein Stück Heimat.

Mit Hilfe des Bonifatiusvereins, des Bistums Fulda und des Militärbischofsamtes in Bonn konnte die heutige Kirche St. Maria mit über 300 Sitzplätzen erstellt werden.

 

Die neue Kirche bot den vielen Gottesdienstbesuchern und den jungen Soldaten, die in Wolfhagen ihren Wehrdienst leisten, nun genügend Platz.

 

Bei der Grundsteinlegung am 18. Oktober 1964 wurde auch ein Stein eingemauert, der mit größter Wahrscheinlichkeit von der dem Apostel Petrus geweihten Erzpriesterkirche am Schützeberg stammt, die vielleicht noch vom Heiligen Bonifatius im Jahre 752 geweiht wurde. In diesen Stein wurde die Inschrift eingemeißett: "St. Peter A. D. 752 am Schützeberg".

 

Der Bischof von Fulda, Dr. Adolf Bolte, weihte das neue Gotteshaus am 16. Oktober 1966 auf den Titel "Maria, Mutter des Erlösers".